KreBeKi - Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern

Rat & Hilfe

In dieser Rubrik finden Sie Ratschläge und Hilfestellungen von Experten. Diesmal gibt der Regensburger Gesundheitstrainer Andrej Suchnackyj einen Einblick in die Grundlagen und Wirkungsweisen des als Trademark registrierten "Gyrotonic Expansion Systems®". Mit Gyrotonics kann man auch bei der Behandlung von Kindern gute Ergebnisse erzielen.

Andrej Suchnackyj beendete 2009 als Bachelor of Arts sein Studium an der DHFPG am Standort Köln, im Studiengang „Gesundheitsmanagement“. Während seinem Dualem Studium war er als Trainer und Personaltrainer im Gesundheitsclub Injoy tätig. Innerhalb seines Studiums eignete er sich Qualifikationen zum Ernährungs- und Entspannungstrainer, Beweglichkeits- und Koordinationstrainer, Trainer für Rehabilitation, Gesundheitstrainer, Personaltrainer und Trainer für Cardiofitness an. Durch sein Studium und der parallelen Vollzeittätigkeit, kann er bereits einiges an Jahren Erfahrung im Bereich klassisches Fitnesstraining, sportspezifischem- und rehabilitativem Training vorweisen. Seit 2010 ist er Leiter der Trainingstherapie von CorpusCare in Regensburg. Derzeit lässt er sich zum "Trainer of Gyrotonic Expansion System®" ausbilden. Kontakt: www.corpuscare.de

Andrej Suchnackyj, der in Regensburg mit dem Gyrotonic Expansion System arbeitet, beschreibt das ganzheitliche Bewegungskonzept, das er bei seinen Patienten anwendet: Das Gyrotonic Expansion System ist ein ganzheitliches Bewegungskonzept, das den menschlichen Körper als Einheit und die Wirbelsäule als dessen zentralen Träger betrachtet. Es ist ein Bewegungssystem, das auf einzigartige Weise jahrtausendaltes fernöstliches Wissen von Körperenergie mit moderner Bewegungslehre vereint. Die vielfältigen Bewegungen sprechen den Bewegungsapparat nicht wie bei üblichen Trainingsformen isoliert und zweidimensional an. Besondere Aufmerksamkeit wird der Erhöhung der funktionellen Kapazität der Wirbelsäule beigemessen. Dies führt über die Entwicklung einer außerordentlichen Flexibilität und Kraft zu einer organischen Verjüngung, zu erhöhter Vitalität und Dynamik. Kraft, Koordination und Beweglichkeit werden dabei gleichzeitig entwickelt. Gyrotonic eröffnet einen einzigartigen Weg in der Bewegungskultur: gesundheitliche, ästhetische und leistungsfördernde Werte gleichermaßen betrachtend.

Erfinder dieser einzigartigen Methodik ist der 1942 in Temeschburg, Rumänien geborene Juliu Horvath. Der Profi-Tänzer deutsch-ungarischer Herkunft tanzte viele Jahre auf höchstem Niveau, unter anderem in Ungarn und den USA. Seine Einstellung zur Arbeit war durch maximale Hingabe geprägt. Diese war es auch, welche seinen Körper schließlich zur Aufgabe zwang. Seine Karriere als Tänzer musste er wegen einer schweren Wirbelsäulenverletzung plötzlich abbrechen. Zurückgezogen auf St. Thomas (Virgin Islands) widmet er sich, in tiefer Meditation zurückgezogen, der östlichen Heilkunde, Kundalini Yoga und Akupunktur. Dabei erlangten seine gewonnenen Erfahrungen aus Tanz und Sport neue Dimensionen. Es entstand ein Bewegungssystem, welches zunächst als „Yoga for Dancers" in New York von Juliu unterrichtet wurde, heute bekannt als Gyrokinesis. Kurz danach entwickelte und baute Juliu geeignete Geräte für sein System, die die fließende Ausführung von dreidimensionalen Bewegungsabläufen erlauben. Im New Yorker „White Cloud Studio“ wurde dieses völlig neue und einzigartige Konzept „das Gyrotonic Expansion System“ erstmals angeboten. Heutzutage profitieren Menschen aller Altersklassen und unterschiedlichen Lebensstils von diesem System im Rahmen von Therapie, Fitness oder Entspannung. Auch bei Kindern kennt man erstaunliche Erfolge mit Gyrotonic. Da Gyrotonic vor allen auch eine Körperverlängerung bzw. Druckentlastung und größtmögliche Wirbelsäulenaufrichtung herbeiführt, ist dieser Effekt „des Größerwerdens“ besonders bei Kindern zu beobachten.

Durch die stetig steigende Popularität von Gyrotonic kam auch das Regensburger CorpusCare-Team in Kontakt mit diesem System, das seit Sommer 2010 Gyrotonic als Prävention und Rehabilitationssystem anbietet. Das System hat sich schnell als sehr wertvolle Methodik gerade bei chronischen Krankheiten in der Praxis bewährt. Dort wo alltägliche funktionelle Trainingsmethodiken aus dem Rehabilitationstraining nicht mehr greifen, öffnet Gyrotonic eine Tür in neue Dimensionen, was der Patient bereits nach zwei bis drei Trainingseinheiten selbst erfahren kann.

Andrej Suchnackyj über Gyrotonic: „Gyrotonic ist ein wunderbares ganzheitliches, auf vielen Ebenen wirkendes System. Seine weichen und fließenden Eigenschaften machen es besonders mild in Hinblick auf akute und chronische Erkrankungen. Ich habe in meiner Laufbahn kein vergleichbares System kennengelernt, das derartig schnell Veränderungen am eigenen Körper schafft und bin dankbar für die täglichen Erfahrung, die ich mit diesem tollen Gerät machen kann.“

Die Vorsitzende von KreBeKi, Gaby Eisenhut, die selbst an einer chronisch verlaufenden, entzündlich rheumatischen Erkrankung leidet, trainiert seit einem Jahr mit dieser Methode. Eisenhut: „Meine Erkrankung ist bis heute mit gängigen Therapieverfahren nicht heilbar. Die Behandlung muss also mehr oder weniger das ganze Leben lang fortgeführt werden. Insbesondere muss lebenslang auf eine aufrechte Haltung und genügend Bewegung geachtet werden. Seit einem Jahr trainiere ich unter Anleitung von Andrej Suchnackyj nach Juliu Horvath und konnte nicht nur eine größere Beweglichkeit meiner Wirbelsäule erreichen, sondern auch eine Reduktion von Rückenschmerzen, die auch eine Reduktion von Medikamenten zur Folge hat. Der fließende Bewegungsablauf der Übungen, in Kombination mit gezielter Atemtechnik, trainiert sanft, aber sehr intensiv. Im Wechsel von Spannung und Dehnung werden auch die tieferen Muskelschichten aktiviert und eine größtmögliche Druckentlastung der Wirbelsäule und der Gelenke erreicht. Aufgrund dieses persönlichen Mehrwerts wollte ich diese Trainingsmethode im Rahmen der Experten-Tipps von KreBeKi unbedingt vorstellen.“

Samstag, 29.9.2018, 14 – 16 Uhr

Inklusiver Workshop für Kinder mit und ohne Handicap ab 7 Jahren: Punkt für Punkt – Ganz schön bunt! Technik: Malen und Drucken. Leitung: Isabell Stein M.A., Sonja Konen M.A., Museumspädagoginnen

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