KreBeKi - Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern

Schulfilm "Heute lernen wir das Üpsilon": Sozialministerin Stewens bei Premiere im Regensburger Theater (2007)

Der Schulfilm "Heute lernen wir das Üpsilon" wurde gestern mit einer eigenen Premierenfeier von Staatsministerin Christa Stewens vor den vollbesetzten Rängen des Regensburger Theaters vorgestellt. Die Initiatorin der Premierenfeier, die Vorsitzende der Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern (KreBeKi), Gaby Eisenhut, wusste im Vorfeld gar nicht, wo sie die ganzen angemeldeten Gäste unterbringen sollte. über 400 Personen wollten dabei sein, als am Freitag, den 15. Juni, der 45minütige Film Premiere hatte, den KreBeKi mit ehemals krebskranken jungen Menschen und dem von Olaf Schmidt geleiteten Ballettensemble des Regensburger Theaters produzieren ließ. Das bayerische Kultusministerium ist von der Initiative so begeistert, dass es KreBeKi aktiv unterstützt: Es wird die Film-DVD zusammen mit dem von Gaby Eisenhut dazu verfassten Unterrichtswerk und einem Begleitschreiben von Minister Siegfried Schneider an 5700 Schulen in ganz Bayern versenden.

"Heute lernen wir das Üpsilon" ist das aktuelle Projekt der Stiftung KreBeKi, in dem von Krebs betroffene Jugendliche, Familienangehörige und Freunde zu Wort kommen. Sie berichten über Gefühle, die in einem jungen Menschen herrschen, wenn er selbst oder eine nahe stehende Person an Krebs erkrankt und darüber, und wie im sozialen Umfeld damit umgegangen wurde. Eingebettet ist der Film in die Ballett-Choreographien zu "Mozart-Requiem" und "Endstation Tennessee", die von Ballettdirektor Olaf Schmidt inszeniert wurden. Der Titel des Films stammt aus einem Brief, den Schüler an ihre an Krebs erkrankte Mitschülerin Katharina geschrieben haben, während sie nicht zur Schule gehen konnte.

Im Ballett wie im Leben prallen Leben und Tod aufeinander. Gefühle werden entfesselt, Hilflosigkeit, Zorn und Ohnmacht gewinnen Raum. Olaf Schmidt hat den Klängen und Gefühlen Bewegungen gegeben. Und genau über diese Umsetzung von Gefühlen über Leben und Tod, über Krankheit und Hilflosigkeit, über die Ausweglosigkeit des menschlichen Daseins geht die Auseinandersetzung zwischen betroffenen Jugendlichen und den Balletttänzern. Neben den ehemals kranken Jugendlichen und deren Familien kommt auch eine Ärztin der Regensburger Klinik St. Hedwig zu Wort, wo krebskranke Kinder aus Ostbayern schwerpunktmäßig betreut und behandelt werden. Sie erklärt in einfacher, verständlicher und eindringlicher Sprache, was Krebs ist und was eine Krebserkrankung bedeutet. Adrian, ein neunjähriger Junge, der in der Klinik St. Hedwig derzeit an Blutkrebs behandelt wird, erklärt den Zuschauern, wie seine Chemotherapieinfusion funktioniert.

Die Intention des Films, so KreBeKi-Vorsitzende Eisenhut, die selbst Hauptschullehrerin ist: "Wir wollen Schülern und Lehrern Materialien an die Hand geben, die das Tabuthema Krebs ansprechen. Sowohl das Kultus-, als auch das Sozialministerium waren von unserem Projekt überzeugt und unterstützen es, weil sie es wichtig finden, dass eine Schule, die auf das Leben vorbereiten soll, auch Schwierigkeiten im Leben nicht ausklammern darf. Krankheit und Tod gehören nun einmal genauso zum Leben wie Lebensfreude". Jeder in Bayern, der mit Erziehung zu tun hat, so Eisenhut, soll das Material, das für alle Schularten und Altersgruppen Aspekte bietet, bekommen, um einen Einstieg in die Materie "Krebs bei Kindern" zu haben und mit den Kindern und Jugendlichen arbeiten zu können.

Professor Dr. Franz-Josef Helmig, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung KreBeKi, eröffnete die Premierenveranstaltung. Neben Staatsministerin Christa Stewens sprach in Vertretung des Oberbürgermeisters von Regensburg Joachim Wolbergs. Im Anschluss tanzte das Ballettensemble des Theaters unter Leitung von Olaf Schmidt eine 2 Szenen aus "Mozart-Requiem. Der Film wurde in voller Länge in seiner ganzen Eindringlichkeit gezeigt.

Sehr freuen würde sie sich, gestand die Stiftungsvorsitzende Eisenhut nach der Premiere, wenn der Film bei einem Fernsehsender gezeigt würde. Er ist, so sagt sie, "in seiner Art einmalig, vor allem in seiner Intention, Schüler bzw. junge Menschen zu sensibilisieren, und sollte daher von vielen gesehen werden".

Samstag, 8.12.2018, 15 Uhr

Adventskonzert in der Kirche von Klinik St. Hedwig. Der Nikolaus wird allen Kindern ein kleines "Packerl" von KreBeKi überreichen.

Samstag, 15.12.2018, 14-16 Uhr

Inklusive Weihnachtswerkstatt im Kunstforum. Gemeinsam gestalten wir im KOG allerlei Weihnachtliches. Teilnahme kostenlos. Anmeldung erforderlich.

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