KreBeKi - Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern
KreBeKi-Newsletter
9. Dezember 2010

Willkommen beim Online-Newsletters von KreBeKi der Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern!

Heute erhalten Sie den vierten und letzten Newsletter des Jahres 2010 von KreBeKi. Er soll sie mit aktuellen Informationen rund um unsere Stiftungsziele versorgen.

„Ein Engel ist eine Idee, an die ich glauben, auf die ich vertrauen darf. Meiner Idee Gestalt zu verleihen, ist meine Aufgabe als Künstlerin“ (Andrea Zrenner, Bildhauerin)

Wolfgang Maas, Kilta Rainprechter und Evi Federl haben sich bereits seit September mit 80 Kindern und Jugendlichen auf den Weg gemacht, gemeinsam dem Thema „Carmen“ ihre unverwechselbare Handschrift in Form des Tanzes zu geben. Felix Merl erinnert mit seinem Lied „Emily“ daran, dass wir nicht vergessen dürfen, dass es nicht nur sonnige Seiten im Leben gibt. Das Edwin Scharff Museum in Neu-Ulm realisiert eines der neuesten Projekte der Stiftung und Margarete Goj und die Kunstpädagoginnen des Kunstforums Ostdeutsche Galerie in Regensburg planen den ersten integrativen Museumstag für Kinder... – alles Ideen, an die wir glauben, auf die wir vertrauen, die uns das Herz wärmen und die wir dank Ihrer Mithilfe unterstützen können.

Für die bevorstehenden Weihnachtstage und das Neue Jahr wünsche ich Ihnen, dass Sie auch einen großen Schatz Ihrer Ideen umsetzen und etwas vom Zauber des Weihnachtslichts verinnerlichen können – denn „die besten Lichtblicke beginnen in der Seele“ (Thomas Romanus)

Wenn Sie Anregungen haben, freuen wir uns über eine Nachricht von Ihnen an info@krebeki.de. Mehr über KreBeKi erfahren Sie unter www.krebeki.de

Sie erhalten diesen Newsletter, weil Sie in unserem eMail-Verteiler sind. Wir wollen Sie allerdings nicht mit eMails bzw. Drucksachen überhäufen. Sollten Sie den Newsletter künftig nicht bekommen möchten, können Sie ihn hier ganz einfach abbestellen.

Herzlichst Ihre

Gaby Eisenhut
Vorsitzende der Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern

PS: In unserem letzten Newsletter im Oktober haben wir Sie über den Umzug der Stiftung in das neu gebaute Haus des VKKK neben der Kinder-Uniklinik informiert. Wenn Sie sich ein Bild darüber machen wollen, wie es dort aussieht, werfen Sie doch einen Blick in unsere Galerie. 

Gala-Karten als Weihnachtsgeschenk: 80 junge Tänzerinnen und Tänzer bei der Engel-Gala 2011

Mit einer „Engel-Gala“ will KreBeKi am 7. Juli 2011 das soziale Empfinden und die Sensibilität für behinderte und chronisch kranke Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft fördern und an einen unbefangenen Umfang mit den Betroffenen heran führen.

Die „Engel-Gala“ findet im Rahmen der „Engel gesucht-Projekte“ von KreBeKi statt. Der Erlös der Gala kommt den Tanz-, Theater- und Kunstprojekten im Rahmen des Projektes „Engel gesucht“ zugute, die KreBeKi z.B. an der Bischof-Wittmann-Schule, am Kunstforum Ostdeutsche Galerie oder an der Blindeninstitutsstiftung in Regensburg, aber auch an Einrichtungen und Museen in anderen bayerischen Städten unterstützt.

Am 22. November hat Stiftungsvorsitzende Gaby Eisenhut in einer Pressekonferenz im Funkhaus Regensburg, wo Markus Engelstädter gerade einen Radio-Spot für die „Engel-Gala“ aufgenommen hatte, Pressevertretern mit einem frisch gedrehten Imagefilm über KreBeKi zunächst Einblicke in die Arbeit der Stiftung gegeben. In erster Linie aber informierte sie über die Hintergründe der Gala, deren Kartenvorverkauf am darauffolgenden Tag begann. Gleichzeitig stellte sie das Plakat und den Flyer vor, mit dem für die Gala geworben wird. Der ansprechende Flyer in Form eines Engelsflügels wird 15 000 Mal an Regensburger Haushalte verteilt.

Bei der Tanz-Gala werden 80 junge Tänzerinnen und Tänzer der Bischof-Wittmann-Schule und des Goethe-Gymnasiums im Rahmen der „Engel gesucht-Projekte“ von KreBeKi unter Leitung von Kilta Rainprechter und Wolfgang Maas Tanzstücke interpretieren, die das der Oper „Carmen“ inne liegende Drama zum Thema haben. In einem großen Finale improvisieren dann auch noch alle Tänzer gemeinsam zu einer eigens für diesen Gala-Abend komponierten Musik, live vorgetragen vom Sänger Markus Engelstädter & Band.

Gemeinsam mit Evi Federl von der Bischof-Wittmann-Schule und dem Tanzpädagogen Wolfgang Maas stellte Eisenhut das Tanzprojekt vor. Wolfgang Maas trainiert bereits eifrig mit 30 Schülerinnen und Schülern der Bischof-Wittmann-Schule, einer Fördereinrichtung mit Schwerpunkt geistige Entwicklung. Seine Kollegin Kilta Rainprechter bereitet sich mit 50 Jugendlichen des Goethe-Gymnasiums auf den Abend vor.

Wer sich für Kinder, für Tanz und für Engel begeistert, für den sind Engel-Gala-Karten das richtige Weihnachtsgeschenk. Die Karten gibt es zum Preis von 29 Euro, die den Eintritt und ein Pausen-Büffet beinhalten, im Theater Regensburg und in der Tourist Information im Alten Rathaus.

Engelpaket mit Handschmeichler als Weihnachtsgeschenk

Michaela Fichtl, die Leiterin der Tourist Info der Regensburg Tourismus GmbH im Alten Rathaus, hat zum Vorverkauf der Engel-Gala-Karten zusätzliches noch ein ganzes „Engel-Paket“ geschnürt. Es bietet sich allein oder in Kombination mit einer Karte für die „Engel-Gala“ als Weihnachtsgeschenk geradezu an.

Das liebevoll mit Engelshaar umgarnte Päckchen enthält den bronzenen Engel-Handschmeichler, der schon seit längerem zu Gunsten von KreBeKi für 9,90 Euro in der Tourist Info verkauft wird. Gemeinsam mit drei verschiedene Engel-Postkarten der Künstlerin Andrea Zrenner, die den Handschmeichler geschaffen hat, einer Weihnachtskarte mit dem „Lachenden Engel" aus dem Dom, einem Gutschein für eine Domführung, wo man den „Lachenden Engel" erleben kann und einer „Engels-Teemischung", einer Eigenkreation speziell für das „Engelpaket" vom Teehaus Via Ponte/Teelust in der Brückstraße, kostet das „Engelpaket“ 19,90 Euro. Der Reinerlös für den Handschmeichler geht zu 100 Prozent an KreBeKi. Das „Engelpaket" ist neben den Tanz-Gala-Karten in der Tourist Information erhältlich. 

KreBeKi unterstützt auch integratives Projekt in Neu-Ulm

KreBeKi unterstützt nach einigen Projekten im Regensburger Raum, die inzwischen schon zu festen Größen integrativer Kunst-, Theater- und Museumsarbeit geworden sind, nun auch zunehmend Projekte in ganz Bayern. 

Nach einem Projekt mit der Merianschule in Nürnberg startete im Dezember eine Kooperation des Edwin Scharff Museums in Neu-Ulm (gerade noch in Bayern gelegen!) mit der Gustav-Werner-Schule, einer Schule für Kinder und Jugendliche mit Behinderung und Lernschwierigkeiten. Drei Klassen unterschiedlicher Altersstufen kommen für verschieden lange Projekte in das Museum. Eine 4. Klasse mit sechs neun- und zehnjährigen Schülerinnen und Schülern, eine 9. Klasse mit acht 13 bis 15-Jährigen und fünf 16jährige Schülerinnen und Schüler eine zehnten Klasse waren Anfang Dezember von ihrem ersten Kontakt mit dem Museum begeistert. Begleitet von je zwei Betreuerinnen aus der Schule und angeleitet von je zwei Museumspädagoginnen des Edwin Scharff Museums erkunden sie in den nächsten Wochen und Monaten den Kinder- und den Kunstbereich des Neu-Ulmer Museums. Außerdem werden sie in der Museumswerkstatt malen und werkeln. KreBeKi fördert die Kooperation erstmals mit einem Betrag von 2000 Euro. In Einheiten von jeweils anderthalb bis drei Stunden lernen die Schüler in der aktuellen Mitmach-Sonderausstellung des Kindermuseums „Ganz weit weg und doch so nah“, aus verschiedenen Perspektiven wie Kinder in anderen Ländern leben. Auch im Kunstmuseum und in der Museumswerkstatt wird jeweils an thematischen Schwerpunkten gearbeitet. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung von KreBeKi, die es uns ermöglicht, längerfristig mit einer Förderschule in einem integrativen Projekt zusammen zu arbeiten. Gerade das Kindermuseum mit seinen vielen Aktivitätsangeboten eröffnet viele verschiedene Zugänge für Kinder mit Behinderung oder Lernschwierigkeiten. Durch die Mitmachstationen wie die Baustelle oder das Reisebüro, den Basar oder Verkleidungsstation werden die unterschiedlichsten Sinne angesprochen und dadurch neben dem Kognitiven vor allem auch die Motorik gefördert“, erklärt Birgit Höppl, die stellvertretende Leiterin des Edwin Scharff Museums.

Das Edwin Scharff Museum in Neu-Ulm ist neben dem Bildhauermuseum zu Person und Werk von Edwin Scharff ein Museum mit wechselnden Ausstellungen vorwiegend zur Kunst der Klassischen Moderne, also dem ausgehenden 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dem künstlerischen Werk Scharffs folgend, liegt ein Augenmerk des Museums auf der Bildhauerei. Das angegliederte, 2009 eröffnete Kindermuseum, das erste Kindermuseum Bayerns in kommunaler Trägerschaft, zeigt interaktive Ausstellungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Eigenständiges Erforschen und spielerisches Lernen sind in überschaubaren Experimentier- und Mitmachstationen möglich und machen kleine und große Besucherinnen und Besucher zu aktiven Mitspielerinnen und Mitspielern. Anfassen und Ausprobieren ist dort ausdrücklich gewünscht. Mehr Bilder finden Sie auf unserer Homepage.

Foto © Nik Schölzel, 2010

KreBeKi auf den Bildschirm holen: DVD stellt Arbeit der Stiftung vor

Die Arbeit von KreBeKi kann man sich jetzt auch auf den Bildschirm holen. Ein neuer Imagefilm der Stiftung stellt ihre aktuellen Projekte vor und lässt hinter die Kulissen der Arbeit in zwei von KreBeKi geförderten Projekten blicken.

Eindrucksvolle Filmsequenzen unterstreichen die Bedeutung der Förderung, die KreBeKi dank seiner Stiftungsgelder und Spenden leisten kann. Die DVD gibt es als Dreingabe zu den Engelshandschmeichlern, die in einer geschmackvollen Hülle verpackt für 9,90 Euro in der Tourist Info im Alten Rathaus zu Gunsten von KreBeKi verkauft werden. Der Imagefilm, der professionell vom Fernsehsender TVA produziert wurde, dient auch der Vorstellung der Stiftung bei Veranstaltungen und möglichen Sponsoren. Interessenten können die DVD auch ohne Handschmeichler gegen eine Schutzgebühr direkt von KreBeKi erhalten. Schreiben Sie eine Email an info@krebeki.de. Den Imagefilm finden Sie auch auf unserer Homepage.

Rock am Regen übergibt KreBeKi 500 Euro

„Rock am Regen“ in Walderbach hat sich mittlerweile zu einer Kult-Veranstaltung entwickelt. Gut für KreBeKi, denn die Stiftung konnte dieses Jahr davon profitieren.

Alljährlich lädt die Kolpingjugend Walderbach zum Konzert in ihrer Heimatgemeinde. Ein Teil des Erlöses wurde nun an KreBeKi gespendet. Organisator Manuel Schmidhuber übergab dazu einen Scheck in Höhe von 500 Euro an das KreBeKi-Kuratoriumsmitglied Gerhard Reisinger (im Bild links). Dieser freute sich ganz besonders über die Zuwendung, zumal er in diesem Jahr als Schirmherr der Veranstaltung fungierte. Reisinger betonte, dass diese Spende direkt einer Familie aus dem Landkreis Cham zu Gute kommen werde, deren Kind an Krebs erkrankt ist und dessen Behandlung aufgrund der Schwere der Krankheit nur in der Schweiz durchgeführt werden kann. Schmidhuber gab seiner Hoffnung Ausdruck, mit dem Erfolg des Festivals nun auch dazu beitragen zu können, ein Leben zu retten.

„Ihr Kinderlein kommet“ ins Kunstforum Ostdeutsche Galerie

Das erfolgreiche Projekt „Engel gesucht“ der Stiftung KreBeKi im Kunstforum Ostdeutsche Galerie beschließt das Jahr mit einem weihnachtlichen Kurs.

Am Samstag, 18. Dezember, können behinderte und chronisch kranke Kinder und Jugendliche von sieben bis 15 Jahren gemeinsam mit nicht behinderten Geschwistern und Freunden erneut eine Entdeckungsreise im Kulturforum Ostdeutsche Galerie unternehmen. Von 14 bis 16 Uhr geht es diesmal weihnachtlich inspiriert um „Ihr Kinderlein kommet!“. Viele Künstler haben sich mit Weihnachten beschäftigt. Die Teilnehmer ergründen das Wunder des Weihnachtsfestes in Bildern, Geschichten und musikalischen Werken, bevor sie unter Anleitung von zwei Museumspädagoginnen selbst mit bunten Papieren ein Bild aus der Weihnachtsgeschichte gestalten. Anmeldung unter Tel. 0941 / 297140. Die Teilnahme ist für die Kinder und jeweils eine Begleitperson kostenlos. Eltern und Begleitpersonen sind eingeladen, mitzumachen oder das Museum auf eigene Faust zu entdecken. Mehr Infos unter www.kunstforum.net.

„Halte durch kleine Emily und gib nicht auf!“: Rap-Song aus der Oberpfalz thematisiert Krebs bei Kindern

Felix Merl aus Bubach an der Naab, unter dem Rappernamen „D-Style" bekannt, hat ein Musikvideo mit dem Titel „Emily“ produziert. Emily ist ein sechsjähriges Mädchen, das an Krebs erkrankt ist.

„Die Hoffnung ist noch nicht verlor'n, Helden gibt es auch. Halte durch kleine Emily und gib nicht auf!“ So endet der Rap-Song, den der 18-jährige Felix gemeinsam mit seinen Freunden Peter Schulz (Video) und dem Sänger und Gitarristen Andreas Pschierer in der Nähe von Bubach im Landkreis Schwandorf produziert hat. Er selbst hat den bewegenden Text geschrieben und ist auch auf dem bei Youtube eingestellten Musikvideo zu sehen. Der dreiminütige Song wurde auf Youtube immerhin schon über 3000 Mal aufgerufen und bekam sehr viele positive Kommentare. In ihm geht es um Emily, die Cousine einer guten Freundin. Den Namen des Mädchens hat Felix zwar abgeändert, aber Alter und Erkrankung sind real. Die 6-Jährige war an Blutkrebs erkrankt und wäre heute wohl nicht mehr am Leben, wenn sie nicht vor kurzem eine Knochenmarkspende bekommen hätte. Nun ist sie wieder gesund.

Der bewegende Rap ist derzeit nur im Internet zu finden, doch mit einem anderen Song wurde Felix Merl sogar schon preisgekrönt. Im Januar 2010 gewann er gemeinsam mit zwei Mitschülerinnen mit dem Lied zum Mauerfall „Wir reißen Mauern ab" (Video bei Youtube) den ersten Platz im deutschlandweiten Schülerwettbewerb zum Jubiläum der Bundesrepublik „Herzlichen Glückwunsch Deutschland" in der Rubrik Musik. Er hatte im Kunstunterricht der 12. Klasse der FOS Schwandorf den Text geschrieben und seine Lehrer waren von dem Lied so begeistert, dass sie das Lied zum Wettbewerb eingeschickt hatten. Gesucht waren Beiträge, die die persönliche Sicht der Jugendlichen auf 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland und deren künftige Entwicklung zeigen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière zeichnete die besten Beiträge im Deutschen Historischen Museum in Berlin aus und überreichte ihnen 1000 Euro Preisgeld. Bei dem Song handelt es sich um ein sozialkritisches Lied, in dem Felix Merl alias D-Style die Trennung zwischen Ost und West, die seiner Meinung nach in den Köpfen vieler Menschen noch vorherrscht, aufnimmt. Es freut ihn, dass, das Lied durch den Preis viele Leute erreicht und hoffentlich zum Nachdenken gebracht hat.

Der junge Musiker, der nach seiner Schulzeit in Dachlhofen und Schwandorf seit diesem Jahr in Regensburg an der Fachakademie für Sozialpädagogik zum Erzieher ausgebildet wird, schreibt seit 2006 Songtexte und widmet sich bewusst ernsten Themen. Erste Rapversuche hat er 2008 unternommen.

Frau mit Down-Syndrom schreibt eigenen Blog

Die erste Frau in Deutschland mit Down-Syndrom hat ihren eigenen Blog. Carina Kühne berichtet unter www.carinasblog.de aus ihrem Alltag.

Die Texte in ihrem Blog spiegeln dabei nicht nur ihre Sicht auf die Gesellschaft, sondern thematisieren auch ihre Wünsche und Träume. Seit kurzem gibt es hier auch einen Film über die junge Frau. Blog und Film der 25-Jährigen wurde im Rahmen der bundesweiten Aufklärungskampagne „Voll im Leben“ der Aktion Mensch initiiert. Mit provokativen Plakat- und Anzeigenmotiven möchte Deutschlands erfolgreichste Förderorganisation Aufmerksamkeit für das Thema Leben mit Behinderung schaffen. Carina Kühne selbst ist auf einem der drei Motive zu sehen. Über dem Bild, das sie in ihrer Tätigkeit als Kellnerin zeigt, steht der Slogan „Voll gestört, den Job nicht frei wählen zu können“. Mehr Informationen zu dieser Aktion gibt es unter www.aktion-mensch.de

Unperfekte Menschen gesucht!

Mit oder ohne Behinderung: Es gibt viele interessante Menschen, deren Leben für Andere spannend sein kann. Der Deutsche Caritasverband möchte einige dieser Personen mit einer neuen Kampagne ins Rampenlicht stellen.

„Kein Mensch ist perfekt“ will für ein unverkrampftes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen werben. Auf der Kampagnen-Website sollen Personen vorgestellt werden, die über ihr Leben oder ihr Handeln erzählen wollen. Die bundesweite Kampagne „Kein Mensch ist perfekt“ startet im Januar 2011. Personenbeschreibungen, die bis zum 13. Dezember eingereicht werden, kommen zum Auftakt der Kampagne im Januar 2011 auf die Website. Danach können immer noch Portraits eingereicht werden, die dann im Laufe des Jahres aufgenommen werden. Folgende Anforderungen sollten die Portraits erfüllen: Das Portrait sollte höchstens 1500 Zeichen lang sein und das Leben, die Wünsche und Träume der beschriebenen Person einfangen. Das Portrait soll in der Ich-Form aus der Sicht der beschriebenen Person verfasst sein und ihren Vornamen, den Wohnort und gegebenenfalls die begleitende Einrichtung enthalten. Zu dem Text soll es zwei gute Fotos geben, eines im Hoch- und eines im Querformat. Außerdem sollte die beschriebene Person ihr Einverständnis zur Verwendung der Fotos für die Webseiten der Caritas geben. Ansprechpartner für die Aktion ist Marc Boos, Deutscher Caritasverband, Online-Redaktion, Telefon: 0761/200-239, Email: web@caritas.de

Passivrauchen gefährdet Kinderleben

Jährlich sterben weltweit über 600 000 Menschen an den Folgen des Passivrauchens. Mehr als ein Viertel davon sind Kinder. Das haben Wissenschaftler um Mattias Öberg vom Karolinska-Institut in Stockholm in einer Studie herausgefunden. Die Forscher werteten umfangreiche Daten des Jahres 2004 aus. Das medizinische Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlichte jetzt die Ergebnisse dieser Studie über die Bedeutung des Passivrauchens für die nicht rauchende Bevölkerung.

40 Prozent der Passivraucher weltweit sind Kinder. Sie sind besonders durch die schädlichen Substanzen im Tabakrauch gefährdet, weil ihr Organismus noch nicht ausgereift ist und sie eine höhere Atemfrequenz haben als Erwachsene. Wie die Studie von Öberg bestätigt, sterben jährlich weltweit 600.000 Menschen an den Folgen des passiven Rauchens. Die häufigsten Todesursachen sind dabei Herzkrankheiten, Asthma und Lungenkrebs. Passivrauchende Kinder versterben besonders häufig an Atemwegserkrankungen.
„Eltern wollen eigentlich nur das Beste für ihre Kinder. Leider muss aber in Deutschland fast die Hälfte aller Kinder zu Hause passiv mitrauchen. Sie werden damit einem erheblichen Gesundheitsrisiko ausgesetzt“, sagt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Eltern haben außerdem eine große Vorbildfunktion: Wenn beide Elternteile rauchen, fangen die Kinder mit hoher Wahrscheinlichkeit später selbst an zu rauchen.“ Ein Drittel aller Krebserkrankungen ist auf das Rauchen zurückzuführen – ein Risikofaktor, der sich vermeiden lässt.

Die Deutsche Krebshilfe rät daher: Raucher sollten auf keinen Fall in der Nähe von Kindern rauchen, auch nicht am offenen Fenster in der Wohnung oder im Auto. Denn die Schadstoffe des Tabakrauchs setzen sich an Wänden, Möbeln oder Textilien ab. Lüften oder Lüftungsanlagen sind nicht geeignet, um die Belastung mit krebserregenden und anderen giftigen Stoffen aus dem Tabakrauch angemessen zu beseitigen. Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, erhält umfangreiches Informationsmaterial bei der Deutschen Krebshilfe unter 02 28 / 7 29 90 0 oder hier.

Buchvorstellung

In unserer Rubrik „Buchvorstellung“ wollen wir Sie regelmäßig auf Bücher hinzuweisen, die mit Krebs und Behinderung bei Kindern zu tun haben. Seien es Romane, Erzählungen oder Fachliteratur, das Spektrum der vorgestellten Werke ist breit gefächert. Dieses Mal stellen wir ein Buch vor, das etwas aus dem Rahmen fällt. Man kann in ihm nämlich nur teilweise fertigen Text lesen. Den Rest darf man für sich selbst schreiben und so eine schwierige Phase im Leben festhalten.

Mut finden in schwierigen Zeiten
Angela Holzmann: Trauernotizbuch. Ein Buch für die L(i)ebenden,
Don Bosco Medien, München, 2010, 19,95 Euro

Ein Buch als stiller Begleiter in schwierigen Zeiten: In unserem Leben verlieren wir immer wieder etwas, was uns ans Herz gewachsen ist. Meist gelingt es uns, neuen Mut zu finden und unseren Weg weiterzugehen. Wenn aber eine Liebe stirbt oder ein geliebter Mensch aus unserem Leben geht, dann fühlen wir uns ganz oft hilflos, verzweifelt, vielleicht auch wütend über den Verlust - und voller Trauer. In dieser schwierigen Zeit ist das Trauernotizbuch ein hilfreicher und persönlicher Begleiter für die Lebenden und die Liebenden. Sie finden in diesem Trauertagebuch thematisch symbolhafte Illustrationen, Collagen und Fotos, Gedichte, Gedanken, Aphorismen, Zitate und Sentenzen, aber auch viele freie Seiten, um alles niederzuschreiben, was auf der Seele brennt. Es sind Seiten zum Hineinschreiben, zum Bemalen, Bekleben, zum Anvertrauen. Ein guter Ort, um seine Gefühle, Ängste, Klagen, sein Weinen, sein Hadern und sein Zagen auszudrücken. Es wird so zum Dokument des Verlustes und der liebenden Erinnerung. Das Buch verändert sich ständig, genauso wie sich der Trauernde verändert. Das Trauernotizbuch hilft, Abschied zu nehmen und mit der Verlusterfahrung anders weiterzuleben. So wird das Buch zu einem ganz persönlichen Buch für den, der zurückgeblieben ist, ein Buch für den Liebenden und für den noch Lebenden. Die außergewöhnliche Gestaltung als dickes, schwergewichtiges Spiralbuch macht das Trauernotizbuch der Münchner Grafik-Designerin Angela Holzmann zu einem wertvollen „Behältnis“ für die intimsten Gedanken, Sorgen und Notizen. Der starke Einband und das hochwertige Papier mit Pergamentseiten lassen das fast quadratische Buch zu einem in jeder Hinsicht stabilen Begleiter werden. Ein kleiner Anhang gibt darüber hinaus Hinweise auf Hilfsangebote wie Anlaufstellen für Trauernde und Internetangebote bzw. Online-Foren. 

Redaktion

Dr. Birgit Weichmann

Verantwortlich: Gaby Eisenhut, Vorsitzende der Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern

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KreBeKi Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern

Ludwigstraße 6
93047 Regensburg

Tel. 0941 - 59 97 78 91

E-Mail: info@krebeki.de
Internet: www.krebeki.de

Verantwortlich: Gaby Eisenhut, Vorsitzende der Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern

Rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts, Gerichtsstand Regensburg
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