KreBeKi - Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern
KreBeKi-Newsletter
23. September 2011

Willkommen beim Online-Newsletters von KreBeKi der Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern!

Seit dem letzten Newsletter ist bei KreBeKi viel passiert. Wir haben unsere integrativen Projekte vorangetrieben und mit der großen „Engel-Gala“, bei der am 7. Juli im ausverkauften Regensburger Velodrom 80 Kinder tanzten, einen überwältigenden Höhepunkt gesetzt. Aber das ist nicht alles… Lesen Sie mehr! 

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Herzlichst Ihre

Gaby Eisenhut
Vorsitzende der Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern

Tanz im Zeichen des Engels Nummer 48 im ausverkauften Velodrom

Das Theater war schon einen Monat vorher bis auf den letzten Platz ausverkauft: 600 Neugierige wollten dabei sein, als die 80 Schülerinnen und Schüler der Bischof Wittmann-Schule und des Goethe-Gymnasiums in verschiedenen Formationen auf der großen Bühne des Velodroms tanzten.

„Die Aufführungen waren grandios, ich habe immer wieder vor Rührung geweint,“ sagte ein junger Mann zu seinen Bekannten, als er am Donnerstagnacht nach einem dreistündigen Tanzmarathon das Regensburger Velodrom verließ. Die Engel-Gala war in der Tat ein Abend der Tränen. Aber von Tränen der Rührung und des Berührtseins. Immer wieder bekamen die Schülerinnen und Schüler Standing Ovations für ihre Auftritte. Begeisterte Pfiffe und Füße trampeln kommentierten bisweilen sogar einzelne Szenen der Inszenierungen.

Die jungen Tänzerinnen und Tänzer tanzten im Zeichen des „Engels Nummer 48,“ so der Moderator des Abends, Harry Landauer, Programmchef des Funkhauses Regensburg und Kuratoriumsmitglied von KreBeKi. Engel Nummer 48 ist nach dem Benediktiner Anselm Grün der Engel der Integration. Und um Integration und Inklusion ging es bei dem berührenden Abend.

Unter Leitung der beiden Tanzpädagogen und Tänzer Kilta Rainprechter und Wolfgang Maas sowie mit Hilfe von Evi Federl, Kathrin Schmidt und Sabrina Schmidmeister hatten die Schülerinnen und Schüler der beiden Schulen seit November intensiv gearbeitet. Erste gemeinsame Proben an einer gemeinsamen Choreographie gab es im Mai. Das Ergebnis der tänzerischen Aktivitäten von Behinderten mit Nicht-Behinderten kam nun zur Aufführung. Farblos, in grau, standen die Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne und tanzten unter dem Motto „All inclusive“ u.a. zu den Rhythmen von „Carmen“ Doch sie waren alles andere als graue Mäuschen. Der Saal vibrierte von kecker Anmache, von Liebe und Leidenschaft, von Hingabe und Zurückweisung rund um Bizets Carmen-Weisen. Im Zentrum stand häufig der kleine Felix in seinem Rollstuhl, der in die beeindruckenden Massenszenen der behinderten und nichtbehinderten Tänzer als Dreh- und Angelpunkt integriert war. Ans Herz gingen vor allen Dingen die Einzel-Tänze ums Werben und das Ringen um Liebe und Zurückweisung. Innige Umarmung, bewegungslos auf der Bühne, nur umgeben von warmem, einhüllendem Licht: Tanz, der die Zuschauer die Luft anhalten ließ.

Und nicht nur das, man bekam auch einen Einblick ins Werden: Eine Filmgruppe des Goethe-Gymnasiums hat die Probenarbeit der beiden Gruppen gefilmt und aus dem gewonnenen Material eine kurze Dokumentation über Tanzen an sich, Tanzen mit und ohne Behinderung und das lustvolle und aufregende Zusammenprallen zweier gar nicht so unterschiedlicher Welten geschaffen. „Tanzen ist Träumen mit den Beinen“, philosophierte einer der Tänzer vom Goethe-Gymnasium im Film und thematisierte damit auch eine der Intentionen des Abends: Der Traum, auf einer großen Bühne vor großem Publikum auftreten zu können, wurde nach langen Probenzeiten wahr.

Zusätzlich zum gemeinsamen Auftritt hatten die BiWis, wie die Schüler der Bischof Wittmann-Schule genannt wurden, und die Goethianer auch je eine eigene Inszenierung. Im „Stier unterm Lehrerpult“ erfasste die 9- bis 17 jährigen BiWis die Hitze eines Stierkampfs In zwei rivalisierenden Gruppen ging es um verschmähte Liebe und echte Gefühle, zauberhaft dargestellt in einem Pas de deux rund um einen Filzblumentopf. Im gemeinsamen „show-down“ trafen stolzen Toreros auf wilde Stiere, feurige Zigeunerinnen, überhebliche Damen und „aufgeblasene Machos. Die Goethianer brachten das Publikum mit „Extra Vakant“ zu tosendem Applaus. Sie überzeugten mit viel Talent und großen Szenen in einem reinen Tanzstück, das sich mit der Leerstelle, dem ungefüllten Raum, verschobenen Begrenzungen und plötzlich auftretenden Ausgrenzungen beschäftigte. Zu zeitgenössischer Musikinterpretation von klassischer Musik bewegten sich die Tänzerinnen und Tänzer improvisierend, mit zeitgenössischem Tanzvokabular sowie im Bewegungsfluss der Kontaktimprovisation.

Neben den Schülerinnen und Schülern begeisterten Alister und Ayumi Noblet vom Ballett-Ensemble des Theaters Regensburg als Überraschungsgäste. Die Profitänzer zeigten ein berührendes Stück über ihren behinderten Bruder und Schwager Kazu Kun. „Was ist normal?“ fragten die beiden in ihrem Stück. Und diese Frage begleitete die Besucher der KreBeKi-Engel-Gala nach Hause.

Doch vor dem Schluss gab es noch eine Weltpremiere: Der Musiker Markus Engelstädter hat einen Song extra für KreBeKi komponiert. Zur Gala gab es die Uraufführung von „Once in a time“. Engelstädter und fordert darin mit seinen vier Bandmitgliedern auf “ try to make the world a better place” – ganz im Sinne der Bemühungen der Stiftung. Und dazu kamen in einem fulminanten und farbenfrohen Finale noch einmal alle Tänzerinnen und Tänzer auf die Bühne und improvisierten zu Engelstädters KreBeKi-Song.

Gaby Eisenhut, die Stiftungsvorsitzende freut sich über großzügige Spenden am Rande der Gala, denn „die Stiftung lebt von Spenden und Zustiftungen. Nur durch Spenden können wir weiterhin so umfangreiche und intensive Projekte zur Integration fördern.“ Reißenden Absatz fanden auch die bronzenen KreBeKi-Engel, die in Form eines Handschmeichlers von der Regensburger Künstlerin Andrea Zrenner geschaffen wurden. Sie waren schon vor Ende des Abends ausverkauft. Doch es bleibt ein Trost für die, die zu spät kamen: In der Tourist Info im Alten Rathaus sind sie noch zu haben.

Die „Engel-Gala“ war der bisherige Höhepunkt einer Veranstaltungsreihe, die KreBeKi im Jahr 2008 begonnen hat. Seitdem unterstützt KreBeKi integrative kunst- und tanztherapeutische Kurse an verschiedenen Einrichtungen und Museen in Bayern. Wer mehr von der Gala sehen will, kann hier einen Film oder hier Bilder sehen.

KreBeKi auf neuen Kanälen

Die Stiftung ist nun auch im Video-Kanal Youtube zu finden. Neben der Homepage www.krebeki.de und der Facebook-Fanseite www.facebook.com/krebeki hat KreBeKi damit noch einen weiteren Weg beschritten, um auf sich und seine Angebote aufmerksam zu machen. Der filmische Rückblick auf die Engelgala findet sich hier ebenso wie der Integrative Museumstag im Kunstforum Ostdeutsche Galerie.

Spendensegen für die Stiftung

Zwei größere Spenden langfristiger Unterstützer freuen KreBeKi besonders. Denn die Stiftung ist zur Realisierung seiner Projekte auf Spenden angewiesen. Und gerade nach dem „Kraftakt“ der Engel-Gala im Juli sind Spenden besonders willkommen. Sie zeigen, dass das KreBeKi-Engagement auch wahrgenommen und honoriert wird. Einige der Spenden seien hier vorgestellt.

Spenden statt Geschenke: 4161 Euro für KreBeKi

„Spenden statt Geschenke“ hatte sich der Reichenbacher Unternehmer Gerhard Reisinger anlässlich des Galaabends zu seiner Betriebserweiterung im Juli gewünscht. Die vielen Gäste spendeten großzügig und so kam der stattliche Betrag von 8323 Euro zusammen. Die Hälfte davon konnte die KreBeKi-Vorsitzende Gaby Eisenhut (links im Bild) entgegen nehmen. Reisinger (Bildmitte), der einer der Gründungsväter der Stiftung ist, übergab ihr einen großen Scheck über 4161 Euro. Seit Gründung der Stiftung 2004 unterstützt der Reichenbacher Unternehmer die Stiftung jedes Jahr finanziell und auch ehrenamtlich als Kuratoriumsmitglied. Gerhard Reisinger hofft, dass noch weitere Unternehmer und auch Privatpersonen dem Beispiel folgen, und ebenfalls spenden. KreBeKi würde das sehr freuen. Mehr Infos zur Gala und zur Spendenaktion finden sich unter www.reisinger-innenausbau.de.

Foto: © Jörg Gabes

2050 Euro zum 50-jährigen Firmenjubiläum in Stamsried

Seit 50 Jahren gibt es den Ernst Vögel Verlag in Stamsried und das wurde kürzlich gefeiert. Und dieses Jubiläum zauberte ein strahlendes Lächeln ins Gesicht der KreBeKi-Vorsitzenden Gaby Eisenhut: Sie konnte als Jubiläumsgeschenk eine Spende in Höhe von 2050 Euro entgegennehmen. Die Summe kam aus vielen Quellen innerhalb der Druckerei und des Verlags Ernst Vögel. So hatten anlässlich einer Betriebsfeier die Vögel- Mitarbeiter Geld gesammelt. Den gespendeten Betrag hat die Firmenleitung anschließend verdoppelt und eine runde Summe daraus gemacht. Doch damit nicht genug. Hinzu kam noch der Erlös aus der Bewirtung und einer Glücksradaktion bei den Tagen der offenen Tür zum 50-jährigen Firmenjubiläum. Gaby Eisenhut nutzte die Gelegenheit dem Vögel-Verlag und vor allen Dingen seinem Gründer und Inhaber Ernst Vögel und seiner Familie und den Mitarbeitern nicht nur für die aktuelle großzügige Spende, sondern für die bereits langjährige Unterstützung in vielen Bereichen herzlich zu danken. Ganz besonders dachte sie dabei an das Buch „Ein Besuch in der Teddyklinik“, das KreBeKi gemeinsam mit dem Care-Line-Verlag der Druck und Verlag Ernst Vögel GmbH konzipiert, illustriert und herausgegeben hat. Da das Buch ein großer Erfolg ist, musste sogar schon eine zweite Auflage gedruckt werden. (im Foto: KreBeKi -Vorsitzende Gaby Eisenhut (2. v.li.) mit den Firmenchefs Ernst und Hildegard Vögel, Spendeninitiator Mitarbeiter Hans Ruhland, sowie den Assistenten der Geschäftsleitung Barbara Bucher und Ernst Vögel jun.)

Foto: © Kathrin Kirsch-Spießl

500 Euro von 15 Wiesenter Firmkindern

Sie hatten eifrig gebastelt und Osterkerzen und Holz- oder Filzhasen, sowie Gestecke und Pflanzschalen auf dem Wiesenter Josefi-Markt verkauft. Die kleinen Kunstwerke fanden alle Liebhaber und so konnten die 15 Wiesenter Firmkinder durch ihr Firmprojekt 500 Euro einnehmen. Damit wollten sie kranke Kinder unterstützen und übergaben die Summe in einem großen Scheck an die Stiftungsvorsitzende Gaby Eisenhut. Was mit dem Geld so alles bewirkt wird, zeigte diese den Kindern dann anhand eines kurzen Filmes über die Stiftung.

Machen viel Freude: Spenden von Schulen

Ganz besonders freuen sich die Macher von KreBeKi, dass zunehmend auch Schulen KreBeKi mit Spenden unterstützen. Das zeigt, dass sich Jugendliche für die Aktivitäten und Ziele der Stiftung interessieren. Gleichaltrige unterstützen dabei gleichaltrige, das freut KreBeKi-Vorsitzende Gaby Eisenhut, die selbst Lehrerin ist. Zuletzt kamen Spenden von der SMV des Burkhard Gymnasiums in Mallersdorf-Pfaffenberg, vom Anton-Bruckner-Gymnasium in Straubing, vom Verein der Freunde des Ostendorfer-Gymnasiums Neumarkt und von den Regensburger Domspatzen.

1000 Teddyklinik-Bücher für Kindergartenkinder

Auch in diesem Jahr nahm KreBeKi an der Aktion "Teddyklinik" an der Regensburger Kinderklinik St. Hedwig teil. KreBeKi verteilte an jedes Kind ein Exemplar von "Ein Besuch in der Teddyklinik", das die Stiftung im vergangenen Jahr herausgegeben hat.

Das Buch soll helfen, Kindern die Furcht vor einem Aufenthalt im Krankenhaus zu nehmen. Am Beispiel des Teddybären Moritz wird im Buch mit Fotos und Zeichnungen auf kindgerechte Art erklärt, was passiert, wenn man ins Krankenhaus kommt. "Ein Besuch in der Teddyklinik" wurde vom Care-Line-Verlag gemeinsam mit der Vorsitzenden der Stiftung, Gaby Eisenhut, konzipiert, illustriert und herausgegeben. Das Buch um den Teddybären Moritz, dem in der Regensburger Kinderklinik St. Hedwig eine verschluckte Murmel aus dem Bauch operiert werden muss, wurde gemeinsam mit Medizinern der Regensburger Kinderklinik St. Hedwig und dem dortigen medizinischen Personal entwickelt und in Szene gesetzt.

Etwa 1000 Exemplare wurden nach dem erfolgreichen Start bei der Teddyklinik vergangenes Jahr daraufhin Anfang Juli an die Kindergartenkinder verteilt. In den vergangenen Monaten hatten Ehrenamtliche von KreBeKi in dutzenden von Kindergärten in Regensburg und Umgebung und in München das Buch "Ein Besuch in der Teddyklinik" vorgelesen.

Die Teddyklinik ist ein gemeinnütziges Projekt Regensburger Medizinstudenten, das sich v.a. an Vorschulkinder und ihre "erkrankten" Kuscheltiere richtet. Dazu verwandelte sich der Garten der Hedwigsklinik vom 30. Juni bis zum 2. Juli in ein Stofftier-Krankenhaus mit originalgetreu ausgestatteten Warte-, Behandlungs-, OP-, und Apothekenzelten. In der Sprechstunde der drei Tage stellten sich rund 150 Teddydocs (Medizin- und Zahnmedizinstudenten) Problemen wie "was ist, wenn das Krokodil Zahnweh hat?", "wie behandelt man einen Tausendfüßler, der seine Beine gebrochen hat oder gar die Tigerente, die ihre Streifen verloren hat?". Ziel der alljährlichen Aktion Teddyklinik ist es, die Kinder spielerisch an Themen wie Krankheit, Krankenhaus und Arztbesuch heranzuführen und ihnen die Angst vor der oft so sterilen Umgebung zu nehmen, indem sie die Behandlung einmal aus einem anderen Blickwinkel erleben. Die Teddyklinik steht jedes Jahr unter der Schirmherrschaft von Professor Dr. Hugo Segerer, Chefarzt der Klinik St. Hedwig. Weitere Infos gibt es unter www.teddyklinik-regensburg.de.

Das Teddyklinik-Buch ist in vielen Schatzkisten

Das Teddyklinik-Buch ist seit dem Sommer in allen Schatzkisten der Freiwilligenagentur im Landkreis Regensburg.

Die Leiterin der Freiwilligenagentur, Dr. Gaby von Rhein, war so begeistert von der KreBeKi-Initiative, in Kindergärten aus dem „Teddyklinik"-Buch vorzulesen, dass sie 40 von KreBeKi zur Verfügung gestellte Teddyklinik-Bücher in die Lese-Schatzkisten steckte. Mit ihnen gehen ehrenamtliche Lesepaten in verschiedene Kindertageseinrichtungen und lesen dort vor. Ziel des im Frühjahr 2010 gemeinsam von der Freiwilligenagentur (FWA) und dem Kreisjugendamt ins Leben gerufenen Projektes ist es, durch den Einsatz ehrenamtlicher Lesenpaten und Lesepatinnen in Kindertageseinrichtungen die Sprach- und Lesekompetenz von Kindern zu stärken. Zurzeit sind landkreisweit 35 Kindertageseinrichtungen und 100 ehrenamtliche Lesepaten/innen an dem Projekt beteiligt, verteilt auf 25 Gemeinden.

Ilona Steinhauser neues Kuratoriumsmitglied von KreBeKi

KreBeKi hat in seiner Kuratoriumssitzung im März Ilona Steinhauser als neues Mitglied ins Kuratorium berufen. Gemäß der Stiftungs-Satzung berät, unterstützt und überwacht das Kuratorium den Vorstand bei seiner Tätigkeit und entscheidet in wichtigen und grundsätzlichen Angelegenheiten der Stiftung. Ilona Steinhauser stellt sich den Newsletter-Lesern kurz vor:

Als gebürtige Teublitzerin musste ich nach meinem Studium in Regensburg bereits 1980 die Oberpfalz verlassen. Meine diversen  Einsatzorte als Volksschullehrein erstreckten sich von Oberbayern über Schwaben, erneut nach Oberbayern - bis ich endlich wieder zurück in die Heimat versetzt werden konnte. Vor zehn Jahren lernte ich Gaby Eisenhut kennen. Wir unterrichteten damals an der gleichen Schule. Ihr soziales Engagement hat mich neben ihrem vorbildlichen Einsatz als Lehrkraft für ihre Schulkinder sehr beeindruckt. Als ein Schüler in meiner Klasse an Krebs erkrankte, erhielt ich von Gaby Eisenhut als vertrauensvolle Kollegin intensive Unterstützung. Durch diesen traurigen Anlass weiß ich die wertvolle Arbeit der Stiftung sehr zu schätzen. Gerne bot ich dem Kuratorium daher meine Mithilfe an, denn sowohl als Mutter einer erwachsenen Tochter als auch als Lehrerin liegen mir Kinder sehr am Herzen.

Erzähl mir was vom Tod!

KreBeKi kooperiert seit dem vergangenen Jahr mit dem Neu-Ulmer Edwin Scharff Museum. Auch dort gibt es integrative Projekte, die die Stiftung unterstützt. Für Kinder und Jugendliche gibt es ab 15. Oktober im Kindermuseum des Edwin Scharff Museums eine neue Ausstellung. Ein Jahr lang wird sie ein ungewöhnliches Thema in den Mittelpunkt stellt: den Tod.

Bereits neun Jahre tourt diese ungewöhnliche, sensibel und mutig umgesetzte Schau erfolgreich durch verschiedene Museen. Sie lädt alle Lebenden ein, behutsam und ohne Scheu und sogar mit einem Lächeln – wie es uns andere Kulturen vorleben - einen Schritt auf die „Andere Seite“ zu tun. Seit der Eröffnung in Berlin 2002 wurde „Erzähl mir was vom Tod!“ bereits an 14 Stationen in Deutschland, Österreich und in Luxemburg gezeigt. Rund 130 000 kleine und große Besucher haben die interaktive Ausstellung schon gesehen. „Erzähl mir was vom Tod! - Eine interaktive Ausstellung über das Davor und das Danach“ richtet sich vordergründig an Kinder und Jugendliche, erfahrungsgemäß wird sie aber auch sehr intensiv von Erwachsenen besucht. Vor allen Dingen kommen hier verschiedene Generationen zusammen. Omas und Opas kommen mit ihren Kindern und den Enkeln und tauschen sich über den Tod und das Leben aus. Sie versteht sich daher als eine ungewöhnliche Einladung für Menschen zwischen 6 und 99 Jahren, für Kinder und Jugendliche, für Mutti und Papa, für Oma und Opa. Sie ist eine Konfrontation mit einem Thema, dem wir in unserer Gesellschaft oft mit Sprachlosigkeit und Angst gegenüberstehen.
Die Ausstellung „Erzähl mir was vom Tod“ möchte sich dem großen Tabu stellen, das heutzutage mit dem Tod verbunden ist. Sie will nicht erschrecken oder niederdrücken sondern im Gegenteil: Den Tod zurück ins Leben rufen und bewusst machen, dass Leben und Tod untrennbar zusammengehören. Ziel ist es, dieses Thema in seiner Vielschichtigkeit und über unterschiedliche „Erzählweisen“ zu bearbeiten: poetisch, künstlerisch, phänomenologisch und kulturvergleichend. Eingeladen sind alle Lebenden sich behutsam und ohne Scheu, mit Mut und einem Lächeln, das uns andere Kulturen vorleben, einen Schritt in die „andere Seite“ zu tun und sich dabei nach dem Sinn des eigenen Lebens zu fragen.

Warum wird man alt? Was bleibt von einem Menschen, wenn er nicht mehr da ist? Wie sieht der Tod aus? In der Ausstellung kommen die Kinder dem Geheimnis vom Werden und Vergehen auf die Spur und erfahren, dass Alter, Zeit, Leben und Tod untrennbar miteinander verbunden sind. Die Kinder begeben sich auf eine lebendige Expedition ins Jenseits, auf der sie die Zeit - anhand einer überdimensionalen Pendeluhr und einer Riesensanduhr - sehen und hören können. Sie durchwandern die „Galerie der Lebensalter“, stöbern im „Wohnzimmer der Erinnerungen“' nach den Überbleibseln einer Familie und mixen sich im Labor einen Unsterblichkeitstrank. In der ägyptischen Pyramide begegnen sie dem Totengott Osiris. Ein mexikanischer Altar und ein archäologischer Fundort mit originalen Grabbeigaben zeigen den Kindern, wie Menschen in anderen Kulturen und Zeiten trauern und welche Rolle der Tod in ihrem Leben spielt. Die Ausstellung lädt auf 400 Quadratmetern an 14 interaktiven Mitmach-Stationen ein, sich mit dem Tod und damit auch sehr intensiv mit dem Leben zu beschäftigen. www.edwinscharffmuseum.de

Schwerbehinderte fahren kostenlos

Ab September fahren schwerbehinderte Menschen in Nahverkehrszügen der Deutschen Bahn unentgeltlich.

Wie die Deutsche Bahn in einer Pressemitteilung meldet, ist seit 1. September die Freifahrtregelung für die rund 1,4 Millionen schwerbehinderten Menschen in Deutschland wesentlich erweitert. Alle Nahverkehrszüge der Deutschen Bahn können dann bundesweit ohne zusätzlichen Fahrschein mit dem grün-orangenen Schwerbehindertenausweis und dem Beiblatt mit gültiger Wertmarke genutzt werden. Zusammen mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die DB das im Sozialgesetzbuch verankerte Streckenverzeichnis für schwerbehinderte Menschen zum 1. September aufgehoben. Das Streckenverzeichnis definierte den Radius von 50 Kilometern rund um den Wohnort eines schwerbehinderten Menschen, in dem er bisher kostenlos die Nahverkehrszüge der DB außerhalb von Verkehrsverbünden nutzen konnte. Damit können schwerbehinderte Reisende bundesweit durchgängig mit allen Nahverkehrszügen der DB- Regionalbahn (RB), Regional-Express (RE), InterRegioExpress (IRE) und S-Bahn – in der 2. Klasse kostenlos fahren. Die Regelungen für Begleitpersonen, für die Mitnahme eines Hundes und für kostenfreie Platzreservierungen bleiben unverändert. Das unentgeltliche Reisen innerhalb von Verkehrsverbünden bleibt bestehen. Die Neuregelung ist ein wesentlicher Beitrag zu mehr Kundenorientierung und zum Bürokratieabbau, so die DB.

Behindertentestament sagt was im Erbfall zu tun ist

Eine aktuelle Broschüre des Bundesverbands für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm) informiert rund um das richtige Erben bei einem Behindertentestament.

Nach Angaben des bvkm erhebt der Sozialhilfeträger häufig Anspruch auf das Erbe von Menschen mit Behinderung, wenn diese soziale Leistungen erhalten. Mit einem Behindertentestament haben die Familien die Möglichkeit, solche Zugriffe einzuschränken. Die Broschüre „Der Erbfall – Was ist zu tun?“ informiert darüber, was bei einem Erbfall zu tun ist und welche Aufgaben von den Erben, den Testamentsvollstreckern und den Betreuern übernommen werden müssen. Sie kann kostenlos beim bvkm heruntergeladen oder per Mail unter info@bvkm.de angefordert werden.

Buchvorstellung

In unserer Rubrik „Buchvorstellung“ wollen wir Sie regelmäßig auf Bücher hinweisen, die mit Krebs und Behinderung bei Kindern zu tun haben. Seien es Romane, Erzählungen oder Fachliteratur, das Spektrum der vorgestellten Werke ist breit gefächert. Dieses Mal stellen wir ein Buch für Kinder ab fünf Jahren vor. Es soll mit Klinikclowns bekannt machen und anhand des kleinen krebskranken Daniels zeigen, wie wichtig Lachen ist.

Daniel und die Klinikclowns

Franz Joseph Huainigg und Annegret Ritter, „Wir lachen uns gesund“. Wiener Dom Verlag, Wien 2010, 33 Seiten, 14,90 Euro, ISBN : 978-3-85351-221-0

Lachen ist die beste Medizin. Das weiß jedenfalls das Sprichwort. So manchem, vor allem kleinen, kranken Kindern vergeht im Krankenhaus aber bisweilen das Lachen. Klinikclowns helfen da mit ihren Scherzen und geben den kleinen Patienten wieder Mut und Kraft. Auf 33 Seiten gibt dieses Bilderbuch, eingebettet in eine berührende Geschichte, wichtige Informationen darüber, wie Lachen auch in einer so ernsten Umgebung wie dem Krankenhaus wieder Mut macht. „Wir lachen uns gesund“ ist das erste Buch, über die Arbeit von Clown-Doktors. Es geht um Daniel. Er hat Krebs und muss zu Kontrolluntersuchungen ins Krankenhaus. Hier trifft er Frau Dr. Blümchen und Herrn Eierschrammel. Ihnen gelingt es ganz langsam, mit Witz und Spaß sein Vertrauen zu gewinnen. Aus einem mutlosen kranken Kind, wird so eine kleine Persönlichkeit. Annegret Ritter hat den behutsamen Humor der Clowns und der Patientinnen und Patienten in klare und freundliche Bilder gepackt. Der Autor Franz-Joseph Huainigg weiß, wovon er spricht, wenn er von Krankheit schreibt. Er ist von Klein auf an beiden Beinen gelähmt. Mit ihrem Bilderbuch, das Krankheit kindgerecht und lebensbejahend darstellt, regen sie zum Nachdenken an und informieren gleichzeitig dezent über die Bedeutung von Klinikclowns.

Redaktion

Dr. Birgit Weichmann

Verantwortlich: Gaby Eisenhut, Vorsitzende der Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern

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