KreBeKi - Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern
KreBeKi-Newsletter
12. Dezember 2011

Willkommen beim Online-Newsletter von KreBeKi der Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern!

Mit dem Dezember-Newsletter blicken wir auf ein sehr ereignisreiches und erfolgreiches Jahr zurück. Wir freuen wir uns sehr, dass sich im zu Ende gehenden Jahr neue Kuratoriumsmitglieder bei uns engagieren und wir mit Katharina Meier eine neue, dritte Vorsitzende begrüßen können.

Mit unserem Krebs-Schulbuch haben wir einen nicht geahnten bundesweiten Erfolg erzielt und konnten unsere integrativen Projekte weiter vorantreiben und auch für 2012 sicherstellen. Außerdem haben wir mit den Kindergarten-Lesungen aus dem KreBeKi-Teddybuch neue Wege beschritten und mit der großen „Engel-Gala“ im ausverkauften Regensburger Velodrom dem Anliegen der Stiftung, Öffentlichkeit für krebskranke und behinderte Kinder zu schaffen, eine vielbeachtete Form gegeben. …– alles Ideen, an die wir glauben, auf die wir vertrauen und die wir dank Ihrer Mithilfe unterstützen können.

Für die bevorstehenden Weihnachtstage und das Neue Jahr wünsche ich Ihnen, dass Sie auch einen großen Schatz Ihrer Ideen umsetzen und etwas vom Zauber des Weihnachtslichts verinnerlichen können.

Ganz besonders freuen wir uns, dass die Schirmherren von KreBeKi, ID Mariae Gloria von Thurn und Taxis, Ihre Verbundenheit mit der Stiftung in einem Grußwort zum Jahresende zum Ausdruck bringt.

Wenn Sie Anregungen oder Fragen haben, freuen wir uns über eine Nachricht von Ihnen an info@krebeki.de. Mehr über KreBeKi erfahren Sie unter www.krebeki.de

Sie erhalten diesen Newsletter, weil Sie in unserem eMail-Verteiler sind. Wir wollen Sie allerdings nicht mit eMails bzw. Drucksachen überhäufen. Sollten Sie den Newsletter künftig nicht bekommen möchten, können Sie ihn hier ganz einfach abbestellen.

Bleiben Sie uns gewogen!

Gaby Eisenhut
Vorsitzende der Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern

Foto © Regensburg Tourismus GmbH

Grußwort der Schirmherrin der Stiftung, I.D. Fürstin von Thurn und Taxis

Es ist mir immer wieder eine Freude, wenn ich über den unermüdlichen Einsatz von KreBeKi lese. Die Arbeit vieler, die betroffenen Kindern und deren Eltern Hilfe und Linderung in großer Not bringt, ist unerlässlich. Gerade jetzt vor Weihnachten muss all unsere Unterstützung den Kindern gelten und wir sind gefordert, alles Mögliche zu unternehmen, Ihnen das Leben zu erleichtern.

Im November begehen wir das Fest des hl. Martins, der seinen Mantel geteilt und einem Bedürftigen damit Wärme gegeben hat. Dieses Bild der Nächstenliebe steht für den Advent. Und gerade im Advent, in dem die Familie und der Freundeskreis besonders wichtig sind, dürfen wir die vielen Mitmenschen nicht aus den Augen verlieren, denen es aus unterschiedlichen Gründen nicht gut geht. Ihnen muss unsere ganze Solidarität gelten. Wenn wir auch alle mit der Vorweihnachtszeit beschäftigt sind, vergessen wir diejenigen nicht, die unsere Hilfe am nötigsten haben!

Mariae Gloria Fürstin von Thurn und Taxis

Krebs-Info-Schulbuch entwickelt sich zu Riesenerfolg

Einen ungeahnten, riesigen Erfolg konnte KreBeKi mit der Veröffentlichung des Schulbuches „Krebskranke Kinder. Unterrichtsmaterialien, Film und Projektideen“ erzielen. Innerhalb von nur zwei Monaten war bereits die Hälfte der Auflage versandt. Inzwischen ist die erste Auflage fast vergriffen. Auch die Medien berichteten eifrig über das Buch. Dank einer dpa-Meldung fand es sich z.B. sogar in der BILD-Zeitung wieder.

Die Anfragen zum Buch kommen von Bremen bis über den Brenner - aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich und Italien (Südtirol). Das bayerische Kultusministerium sowie das Familienhandbuch des Bayerischen Staatsinstituts für Frühpädagogik des Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen und das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen empfehlen das Buch sogar auf ihren Homepages und haben den Link zum Download dort veröffentlicht. 

Für die Veröffentlichung des Buches hatte sich Stiftungsvorstand Gaby Eisenhut einen ganz speziellen Termin ausgesucht: Genau zur „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“, die vom 17. bis zum 21. Oktober an Bayerns Schulen stattfand, veröffentlicht KreBeKi das neue Schulbuch zum Thema Krebs. Denn: Krankheit und Behinderung machen auch vor Kindern nicht Halt. Die Diagnose „Krebs" versetzt die betroffenen Kinder und Jugendlichen und ihre Familien oft in einen Schockzustand und löst Angst und Hilflosigkeit aus. Durch das Buch sollen Schüler und v.a. auch Lehrer und Klassenkameraden von Betroffenen im Unterricht sensibilisiert werden für ihren Umgang mit Krebs und krebskranken Kindern und Jugendlichen.

Gemeinsam mit der Münchner Autorin Eva Christian hat die Hauptschul-Lehrerin und KreBeKi-Vorsitzende Gaby Eisenhut das Schulbuch mit Unterrichtsmaterial zum Thema Krebs bei Kindern für die Klassen 4 bis 10 mit dem Titel „Krebskranke Kinder. Unterrichtsmaterialien, Film und Projektideen“ verfasst. Es enthält viele verschiedene Unterrichtsmaterialien, Kopiervorlagen und Verweise auf Literatur und Filme für Lehrer, die das Thema in ihrer Klasse behandeln wollen. Aber es geht nicht nur um reines Sachwissen. Vielmehr steht das Verstehen der Situation der erkrankten Kinder im Mittelpunkt, das Ein- und Mitfühlen und das Unterstützen.

Das neue Buch geht auf ein Lehrbuch zurück, das KreBeKi 2005 publiziert hatte. Allen bayerischen Schulen hat KreBeKi damals das Buch über das bayerische Kultusministerium kostenlos zur Verfügung gestellt. Inzwischen war es vergriffen. So wurde es nun völlig überarbeitet und auf den neuesten Stand sowie in ein neues Layout gebracht. Fünf Unterrichtseinheiten für Schüler ab der 4. Jahrgangsstufe setzen sich damit auseinander, was Krebs überhaupt ist, wie man sich erkrankten Kindern gegenüber verhalten sollte, wie Krebs behandelt und geheilt werden kann und wie sich krebskranke Kinder fühlen. Zudem beschäftigt sich eine Unterrichteinheit auch mit dem Thema Tod und Abschiednehmen. Eines der Kapitel des Buches stellt z.B. ganz praktisch vor, wie man einen Präventionstag mit dem Schwerpunkt Krebs mit einer Klasse organisieren kann. Gaby Eisenhut machte dies mit ihrer Klasse in ihrer Schule im Rahmen der „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ dann auch ganz konkret vor. Die Schüler zeigten den eingeladenen Eltern im Rahmen eines von ihnen selbst vorbereiteten Präventionstages, wie man sich gesund ernähren kann, sich gesund bewegt, stellen Gesundheitsberufe vor, leiten Erste Hilfe an und zeigen Filme rund um das Thema Gesundheit.

Das Schulbuch „Krebskranke Kinder. Unterrichtsmaterialien, Film und Projektideen“ kann kostenlos beim Care-Line-Verlag als pdf heruntergeladen oder dort – Dank des Engagements von KreBeKi – auch in Buchform kostenlos und versandkostenfrei bestellt werden. Abgerundet wird das Material durch den Film "Heute lernen wir das Üpsilon", der dem Buch auf CD-ROM beigefügt ist. Das Versenden der vielen hundert Bücher hat dankenswerterweise ehrenamtlich das neue Kuratoriumsmitglied Larissa Steinhauser übernommen. Sie tütet die vielen Bücher ein, frankiert sie und bringt sie zur Post.

Auch hier ist das Krebsbuch verlinkt

Das Schulbuch von KreBeKi ist auf vielen offiziellen Bildungsseiten und auf unzähligen Homepages von Initiativen und Nachrichtenportalen verlinkt. Ein paar finden sich hier:

www.schule-bw.de
Landesbildungsserver Baden-Württemberg
Link

www.dms.bildung.hessen.de
Bildungsserver Hessen des Amtes für Lehrerbildung in Frankfurt
Link

www.inkoe.de
Universität zu Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät, Department Heilpädagogik und Rehabilitation im Projekt InKö – Integration / Inklusion Köln
Link

www.teachersnews.net
TeachersNews aus Bonn
Link

KreBeKi-Stiftungsvorstand verjüngt sich

Das Kuratorium von KreBeKi hat während seiner letzten Kuratoriumssitzung Katharina Meier in seinen Vorstand gewählt und damit das Vorstands-Duo Gaby Eisenhut und Erika Ott zu einem Trio erweitert.

Katharina Meier ist erst 22 Jahre alt und ergänzt das erfahrene Duo mit jugendlichem Schwung. Sie weiß, wovon sie spricht, wenn sie sich für die Belange von kranken Kindern einsetzt, denn mit ihr ist erstmals eine persönlich Betroffene im Vorstand der Stiftung vertreten. Sie war im Alter von neun Jahren selbst an einem Hirntumor erkrankt und fünf Jahre lang in der Regensburger Hedwigsklinik in Behandlung. Sie hat selbst alle Phasen einer Krebserkrankung durchgemacht: Chemotherapie, Bestrahlung, Stammzellentherapie in Erlangen. Doch sie ist geheilt. Das neue Vorstandsmitglied wurde in Roding geboren lebt heute mit ihrem Mann bei Landshut. Sie ist die zweitälteste von fünf Geschwistern, wobei ihre ältere Schwester aber nur fünf Minuten vor ihr geboren wurde. Die 22-Jährige, die als Restaurantfachfrau in der Gastronomie tätig ist, engagiert sich schon seit Jahren für krebskranke Kinder. Sie gießt leidenschaftlich gerne Kerzen, und die werden dann zugunsten der Stiftung verkauft. Die Arbeit von KreBeKi kennt sie durch ihren Vater Gerhard Reisinger, der Mitbegründer der Stiftung war und sich heute noch im Kuratorium engagiert. Da war es für sie selbstverständlich, Ja zu sagen, als die Vorsitzende Gaby Eisenhut sie fragte, ob sie im Vorstand aktiv werden wolle.

Ideale Weihnachtsgeschenke: Engelschmeichler und Teddy-Buch

Der KreBeKi-Handschmeichler wurde im vergangenen Jahr sogar von der Mittelbayerischen Zeitung als ideales Weihnachtsgeschenk empfohlen. Bei der Engel-Gala wurden sie uns aus den Händen gerissen und waren in Windeseile ausverkauft. Daher gibt es in diesem Jahr den KreBeKi-Engel in der Tourist Information wieder als Weihnachtsgeschenk zu kaufen.

Der kleine Bronzeengel mit der Aufschrift „Engel gefunden“ hilft in doppelter Weise: Wenn man den Engel in der Hand hält, erwärmt sich die Bronze und schmeichelt angenehm der Hand. Daher die Bezeichnung „Handschmeichler“. Durch das Spiel der Finger mit dem körperwarmen Material wirkt der Engelshandschmeichler erdend, ausgleichend und harmonisierend. Stress wird abgebaut, innere Ruhe gibt neue Kraft, angestauter Ärger verschwindet, die vielen kleinen Ärgernisse des Alltags verpuffen. Der kleine Bronzeengel, der in der Tourist Info im Alten Rathaus am Regensburger Rathausplatz für 9,90 Euro verkauft wird, hilft also dem Träger. Aber er hilft auch KreBeKi: Denn die Stiftung verwendet den Reinerlös aus dem Verkauf für ihre Kunstprojekte für gesunde und chronisch kranke Kinder. Und: Weihnachten ist der ideale Anlass, jemanden, den man mag, einen Engel zu schenken. Der Handschmeichler, für den die Schirmherrin der Stiftung, Fürstin Gloria von Thurn und Taxis mit ihrem Konterfei wirbt, wird übrigens auch am Thurn-und-Taxis-Stand auf dem Weihnachtsmarkt im Emmeramer Schloss verkauft.

Auch ein Buch hat KreBeKi als Weihnachtsgeschenktipp: Es ist im Buchhandel für nur 4,80 Euro erhältlich - 50 Cent des Verkaufspreises gehen an KreBeKi. „Ein Besuch in der Teddyklinik“ heißt der kleine Band aus dem Care-Line Verlag, mit dem versucht werden soll, Kinder auf einen Krankenhausaufenthalt vorzubereiten und ihnen zu vermitteln, dass sie davor nicht viel Angst haben müssen. Das ideale Geschenk für Kinder also!

Extratipp: Venedig–Kalender als Weihnachtsgeschenk

Für den weihnachtlichen Gabentisch haben wir dieses Mal ausnahmsweise noch einen Extratipp, der nichts mit unserer sonstigen Thematik zu tun hat.

Die Autorin unserer Newsletter, Birgit Weichmann, hat die Texte zu einem Venedig-Kalender geschrieben. „Eine Reise nach Venedig: Schönheit und Spezialitäten der Lagunenstadt“ heißt das großformatige Kalendarium (22 x 48 Zentimeter) mit zwölf stimmungsvollen Kalenderblättern. Es ist das ideale Weihnachtsgeschenk für Venedig-Liebhaber und Liebhaber der venezianischen Küche. Neben den zahlreichen Palästen und Kirchen, Kanälen und Brücken sowie der einzigartigen Atmosphäre gibt es auch zahlreiche kulinarische Highlights zu entdecken. Zwölf stimmungsvolle Venedig-Fotografien werden ergänzt durch hintergründige Texte zu venezianischen Besonderheiten. In jedem gibt es zudem noch ein Rezept für eine original venezianische Spezialität. Der Kalender „Eine Reise nach Venedig: Schönheit und Spezialitäten der Lagunenstadt“ aus dem Harenberg-Verlag kostet 14,99 Euro und ist im Buchhandel erhältlich oder auch bei amazon.de zu bestellen.

Kandidat für den Kulturpreis - leider ohne Erfolg

Nachdem sich die Stiftung im Rahmen ihrer Stiftungsziele immer mehr mit kulturellen Themen befasst, wie etwa mit museumspädagogischen Kursen, dem Integrativen Museumstag, der Engel-Gala oder den Kunstseminare im Rahmen der Engel-Gesucht-Aktion, wurde KreBeKi für den Kulturpreis des Landkreises Regensburg vorgeschlagen, der im November vergeben wurde.

Die Darstellung der Stiftungsaktivitäten und Begründung waren ein vielseitiges Dokument, das wunderbar zusammenfasste, wofür sich die Stiftung seit seiner Gründung vor inzwischen sieben Jahren engagiert. Leider war unser Vorschlag nicht erfolgreich. Doch das entmutigt nicht. Wir sind sicher, KreBeKi ist mit seinen vielfältigen Zielen und den kreativen Aktionen, die die Stiftung durchführt, eine preiswürdige Einrichtung.

Spenden für die Stiftung

Aus der Vielzahl an Spenden wollen wir dieses Mal drei vorstellen. Sie haben uns besonders gefreut, weil hier Kinder für Kinder aktiv wurden. Bitte denken Sie dran: Für KreBeKi sind Spenden wichtig, denn die Stiftung ist zur Realisierung seiner Projekte auf Spenden angewiesen.

Bär Moritz und 305 Euro aus München

Nachdem die Autorin des Teddybuches Eva Christian in München aus dem KreBeKi-Buch „Ein Besuch in der Teddyklinik“ vorgelesen hatte, bekam die Stiftung nicht nur jede Menge Kunstwerke des Bären Moritz, die die Kinder ausgemalt hatten, sondern auch eine Spende in Höhe von 305 Euro übersendet, die in der Kinderwelt Harlaching für die Stiftung gesammelt wurden.

 

 


Kindertombola beim Weihnachtsmarkt der Motoradfreunde Dünzling

Die Kinder aus Dünzling haben auf dem Weihnachtsmarkt rund um den Brunnen eine Tombola zu Gunsten von KreBeKi organisiert. Beim Weihnachtsmarkt der Motorradfreunde Dünzling trennten sie sich von ihren Spielsachen, um die Spende der Motorradfreunde zu ergänzen. Am ersten Adventswochenende haben die Motorradfreunde in dem kleinen Ortsteil von Bad Abbach einen beachtlichen Weihnachtsmarkt organisiert mit schönen Weihnachtsgeschenken und handgemachte Kränzen sowie eine „Waidler-Messe“ mit Jagdhornbläsern. Die Spende bekommen wir nach Redaktionsschluss des Newsletters überreicht. Wir sind gespannt.

DJK-Laufkids aus Beucherling spendeten

Eine Spende über 130 Euro übergaben die Laufkids der DJK Beucherling an Gerhard Reisinger von der Stiftung KreBeKi. „Mit dieser Spende möchten wir uns dafür herzlich bedanken, dass die Firma von Gerhard Reisinger die DJK Laufkids als Sponsor unterstützt“, so Manfred Senft von der DJK, „denn Innenausbau Reisinger hatte die Kinder in diesem Jahr mit einem Satz Lauftrikots ausgestattet und so lag es nahe, dass wir uns mit einer kleinen Sammlung für die Stiftung, die er unterstützt, bedanken.“ Reisinger ist Mitbegründer und Kuratoriumsmitglied der Stiftung, die sich für Kinder einsetzt, die von Krebs oder Behinderung betroffen sind. Bei den Laufkids bedankte er sich herzlich: „Es ist zwar ungewöhnlich, wenn ein Verein Geld zu seinem Sponsor bringt, aber mit eurer Sammlung für Kinder, denen es nicht so gut geht, habt ihr meine größte Hochachtung verdient.“

Foto: © Jörg Gabes

Argumentationshilfe gegen Abzweigung des Kindergeldes

Eine aktuelle Schrift des Bundesverbands für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm) gibt Argumente an die Hand, die man gegen die Abzweigung des Kindergeldes anführen kann.

Die Sozialhilfeträger erheben in vielen Fällen Anspruch auf das Kindergeld, wenn das Kind Grundsicherung erhält, heißt es in einer Mitteilung des bvkm. Diese Abzweigung des Kindergeldes sei nicht immer gerechtfertigt. Der bvkm stellt eine Argumentationshilfe gegen die Abzweigung des Kindergeldes bereit, die jetzt aktualisiert wurde. Eingeflossen sind die Ergebnisse eines Urteils des Finanzgerichts Münster. Demnach darf das Kindergeld nicht abgezweigt werden, wenn die Eltern das Kind unterstützen und diese Unterstützung die Höhe des Kindergeldes übersteigt. Dabei können auch Betreuungsleistungen berücksichtigt werden. Die Argumentationshilfe findet sich hier.

Informationsportal zum barrierefreien und selbstständigen Wohnen

Der Verein Barrierefrei Leben e.V. bietet kostenlos Informationen und Beratung zum selbständigen und barrierefreien Wohnen.

Auf seinem Wohnberatungsportal werden Informationen zum barrierefreien Umbau, zu Finanzierungsmöglichkeiten und Hilfsmitteln angeboten. Daneben gibt es eine bundesweite Online-Beratung zum barrierefreien und selbständigen Wohnen, die für Privatpersonen kostenlos ist. Die Onlineberatung umfasst nach Angaben auf der Homepage Unterstützung bei der Suche nach Hilfsmitteln für die Wohnung, Vorschläge für Wohnungsumbau und Wohnungsanpassung und die Sichtung von Plänen (barrierefrei Bauen, Wohnen im Alter). Die Informationen finden sich hier.

TOLL! Ein Magazin, in dem Autoren mit geistigem Handicap schreiben

Im Herbst kam ein neues Livestyle-Magazin heraus. Es wurde vom Autorenteam als Dummy produziert und soll in Zukunft als Beilage zu einem Printmagazin erscheinen. Spenden und Sponsoring sollen die Finanzierung sichern. Das Besondere daran: Es wurde von Autoren mit geistigem Handicap gemacht.

Auf der Homepage des Magazins beschreibt die Journalistin Sylvia Heinlein, die das Heft mit initiiert hat, das neue Heft so: „Etwas Anderes. Etwas Einzigartiges. Etwas, das so ist, wie es heißt: TOLL! TOLL ist ein Magazin, in dem Autoren mit geistigem Handicap schreiben. Warum es TOLL gibt? Weil Mitleid gestern war. Weil Behinderung nicht heißt, dass etwas fehlt. Sondern, dass etwas anders ist. Und weil es Zeit ist, sich überraschen zu lassen. TOLL ist das Magazin für alle, die neugierig sind auf eine andere Sicht der Dinge. TOLL reportiert das Leben, geht auf Reisen, zeigt Gefühl, wundert sich, entdeckt neue Kultur. Kühn und mit Vergnügen. Mit starken, mitreißenden Texten und einer ganz besonderen Optik. Na, was haben wir denn da? Lassen Sie sich betören! Überall ist Wunderland...“ Im von professionellen Journalisten gemachten Heft kommen Menschen mit Handycap selbst zu Wort, als Themengeber, als Autoren oder auch als Model. Unterstützt werden sie von Fotografen, Designern und Autoren ohne Handicap. Das „Magazin für Wundertage“ bietet verblüffende und schräge Ansichten. Bleibt zu hoffen, dass ein bleibender Produktions- und Vertriebsweg gefunden werden kann. Das erste Heft, die Nullnummer, kann unter www.toll-magazin.de als pdf heruntergeladen werden.

Filmtipp

ARD-Film über Palliativversorgung:
„Ein Sommer für Wenke"

Am Volkstrauertag zeigte die ARD eine Dokumentation über Wenke, die mit 14 Jahren an Krebs starb.

„Ihren Gehirntumor nennt Wenke spöttisch ‘Hugo'.“ heißt es in einer Info zum Film. „Trotz schlechter Prognose lässt sich die 13-Jährige monatelang nicht entmutigen. Voller Lebenslust will sie mit ihrer Familie so normal weiterleben wie möglich. Und so beschließt sie: ‘In die Klinik geh ich nicht mehr.' Als es ihr schlechter geht, wird sie von der Initiative HOMe (Hospiz ohne Mauern) unterstützt. Die Mitarbeiter der Initiative wollen die notwendige Palliativbetreuung zu den Kindern und ihren Familien bringen und nicht umgekehrt. Sie versuchen, die Versorgung des schwerkranken und sterbenden Kindes und seiner Familie im vertrauten häuslichen Umfeld zu ermöglichen. Ein halbes Jahr lang hat der Filmemacher Max Kronawitter Wenke und ihre Familie mit der Kamera begleitet. Entstanden ist eine eindringliche Dokumentation, die zeigt, dass auch dort, wo der Tod seinen Schatten voraus wirft, sehr viel Leben möglich ist.“ Der halbstündige Dokumentarfilm ist in der ARD-Mediathek zu sehen.

Buchvorstellung

In unserer Rubrik „Buchvorstellung“ wollen wir Sie regelmäßig auf Bücher hinweisen, die mit Krebs und Behinderung bei Kindern zu tun haben. Seien es Romane, Erzählungen oder Fachliteratur, das Spektrum der vorgestellten Werke ist breit gefächert.

Dieses Mal stellen wir ausnahmsweise zwei Bücher vor: Eine Weihnachtsgeschenkidee für Kinder ab 11 Jahren, in der eine spannende und berührende Geschichte dreier Geschwister erzählt wird, und das Tagebuch eines 16-jährigen Mädchens, das auf beeindruckende Weise ihre Krebskrankheit dokumentiert hat und das zum Bestseller wurde.

Und man weint doch!

Jennifer Cranen, „Ich will nicht, dass ihr weint! Das Krebstagebuch der 16-jährigen Jenni”, Ullstein Verlag, Berlin 2010, 176 Seiten, 7,95 Euro.

Ein Bestseller der hilft. Jenni Cranen hat ein Tagebuch geschrieben und ein Teil des Erlöses hilft krebskranken Kindern. Das klingt sehr sachlich und nach einer guten Sache. Was dahinter steckt ist aber eine sehr traurige und berührende Geschichte, aber auch eine Geschichte, die viel Hoffnung und Zuversicht vermittelt.

Jennifer Cranen ist fünfzehn, als sie erfährt, dass sie Krebs hat. Nach dem ersten Schock und dem Entsetzen in ihrer Familie nimmt sie den Kampf gegen die Krankheit auf. Vierzehn Monate lang stemmt sie sich gegen ihren Tumor an der Wirbelsäule, kämpft tapfer und steht die Therapieversuche und quälende Schmerzen durch. Doch zuletzt verliert sie den Kampf gegen den Krebs und stirbt mit 16 Jahren. Alles, was sie während dieser Zeit erlebt, gefühlt und erlitten hat, hat sie in einem Tagebuch festgehalten. Darin erzählt sie von den Ereignissen, von ihrer Angst, von langen, zermürbenden Wartezeiten in der Klinik, aber auch von ihrer Hoffnung und ihrer unbändigen Liebe zum Leben. Die letzten Kapitel ihres Buches musste sie diktieren, weil sie vor Schmerzen nicht mehr schreiben konnte. Auch auf dem Titelbild, das sie zeigt, liegt sie mit dem Oberkörper auf dem Tisch, weil sie, wie sie auf ihrer Homepage schreibt, vor Schmerzen nicht mehr sitzen konnte. Und den Satz, der letztendlich zum Titel des Buches wurde, ließ sie ihre Eltern kurz vor ihrem Tod niederschreiben.

Ihre Eltern gaben das Buch nach ihrem Tod zunächst als Book on demand heraus. Es wurde ein Bestseller. Inzwischen wird es bei Ullstein als Taschenbuch verlegt und ist immer noch ein Mutmacher-Buch, das sehr viele Leser findet. Auch wenn Jenni sich wünscht, dass man nach ihrem Tod nicht um sie weint, schafft man es bei der Lektüre des Buches kaum, die Tränen zurückzuhalten. In ihrer direkten Art beschreibt sie ihre Gedanken, Gefühle und ihre Schmerzen, all ihre Therapien und ganz detailliert auch die Stammzelltransplantation, ihre diversen Chemos, aber auch ihre Liebe. Ganz authentisch, im Teenie-Slang und unverblümt, schildert sie ihre Gefühle und ihren Lebensmut. Es ist beeindruckend, wie sie trotz der zunehmenden Schmerzen und eigentlich ausweglosen Situation nie die Hoffnung verliert, über ihr Leben und ihre Ziele nachdenkt und viel Mut und Zuversicht, Energie und Lebensfreude vermittelt. Ein Buch für Jugendliche genauso wie für Erwachsene. Für Gesunde wie für Kranke. Ein Buch, das man eigentlich gelesen haben muss. Man kann es sich auch anhören, denn bei Ullstein gibt es Jenni Cranens Tagebuch auch als eBook. Eine interessante Ergänzung sind auch die Seiten von Jenni und von Jennis Eltern im Internet. Jennifer, die nach ihrem Realschulabschluss gerne Webdesignerin geworden wäre, hat ihre Erkrankung auf einer eigenen Homepage dokumentiert. Auch ihre Eltern haben viele Infos über Jenni und ihr Buch und darüber hinaus auf einer Website versammelt.

Verzweifelte Lage braucht verzweifelte Lösung

Laura Summers, „Der Tag, an dem wir wegliefen“, dtv Verlag, München 2011, 272 Seiten, ab 11 Jahren, 14,95 Euro.

Wer Teenager darauf aufmerksam machen möchte, dass das Leben manchmal ganz schön schwierig, und dass auch ein geistig behindertes Kind ein echter Kumpel sein kann, hat mit „Der Tag, an dem wir wegliefen“ das ideale Geschenk für heranwachsende Leser ab elf Jahren an der Hand. Die deutsche Übersetzung des englischen Originaltitels verrät (leider) schon sehr viel, von dem, was in Laura Summers dickem Buch passiert. Hätte man den englischen Titel „Desperate measures“ einfach als „Verzweifelte Maßnahmen“ übersetzt, wäre man der Dringlichkeit und Verzweiflung dessen, was den drei Hauptpersonen passiert, eher näher gekommen. Denn das spannende Buch zeigt – aus der Kinderperspektive - ganz genau, dass verzweifelte Augenblicke nach verzweifelten Maßnahmen verlangen. Aus der wechselnden Sicht der vierzehnjährigen Zwillinge Vicky und Rihanna geschrieben, werden wir auf eine unfreiwillige Reise durch Großbritannien mitgenommen. Rihanna, die eine Erzählerin, ist geistig behindert. Ihre Schwester Vicky ist siebenundvierzig und eine halbe Minute älter als sie. Und diese siebenundvierzig und eine halbe Minute machen den großen Unterschied zwischen beiden aus: Vicky ist „normal”, so sieht es jedenfalls ihre Schwester Rihanna, denn Vicky hat ja nur Schuhgröße 38, während Rihanna, bei deren Geburt es Probleme gab, so dass sie nicht genug Luft bekam, „besonders” ist. Sie blieb übrigens in Mammas Bauch stecken, meint sie, weil sie „echt große Füße“ hat, nämlich Größe 41. Vicky, die wie ihre Schwester erst 14 Jahre alt ist, kümmert sich rührend um Rihanna und ihren vier Jahre jüngeren Bruder Jamie. Das ist für ihr Alter natürlich oft zu viel.

Nach dem Tod ihrer Mutter sind die drei gemeinsam bei Pflegeeltern untergebracht. Dort gefällt es ihnen gut, doch genau an ihrem 14. Geburtstag passiert das Unglück. Sie erfahren, dass sie getrennt und einzeln untergebracht werden sollen. Da muss eine schnelle Entscheidung her und die lautet: Wir bleiben zusammen! Das geht aber, so meinen sie, nur, wenn sie gemeinsam türmen. Gesagt, getan. Das Ziel ist ihre alte Großtante, in deren Haus am See sie früher glücklich waren. Wir werden auf den Weg dorthin mitgenommen. Er ist voller Gefahren für die drei Ausbüchser, aber er ist auch voller Abenteuer. Endlich im Haus am See angekommen, müssen die Geschwister nämlich feststellen, dass die alte Dame mittlerweile verstorben ist. Und jetzt? Es wird spannend.

Die Autorin Laura Summers war früher Lehrerin und wurde durch ihr eigenes, behindertes Kind dazu animiert, ein Buch zu schreiben, in dem Behinderung Thema ist.

Redaktion

Dr. Birgit Weichmann

Verantwortlich: Gaby Eisenhut, Vorsitzende der Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern

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93047 Regensburg

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E-Mail: info@krebeki.de
Internet: www.krebeki.de

Verantwortlich: Gaby Eisenhut, Vorsitzende der Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern

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