KreBeKi - Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern

Internationalen Kinderkrebstag: 2000 Euro an Bunter Kreis

„Wir wollen helfen, dass Familien mit schwerst-, chronisch- und krebskranken Kindern und Jugendlichen unbürokratisch betreut werden können“, erklärt Gaby Eisenhut, die Vorsitzende von KreBeKi. KreBeKi hatte den Internationalen Kinderkrebs-Tages zum Anlass genommen, dem Familiennachsorge-Projekt „Bunter Kreis“ an der Regensburger Hedwigsklinik 2000 Euro und 100 Spielsachen zu übergeben. Seit 15 Jahren wird am 15. Februar weltweit auf die Bedürfnisse dieser schwerkranken Kinder aufmerksam gemacht.

Seit der Einrichtung des „Bunten Kreises“ Ende 2015 ist KreBeKi als Partner und Unterstützer dabei. Bisher wurden über 100 Kinder betreut. Aktuell kümmern sich die Mitarbeiter der Initiative um 31 Familien, wie Renate Fabritius-Glaßner, die Leiterin des Projektes bei der Scheckübergabe erklärte. „Die Spenden helfen uns zum Beispiel, Familien, denen die Nachsorge von der Krankenkasse nicht genehmigt wird, zu versorgen und zu begleiten.“ Und mit den vielen Spielsachen für Kinder jeden Alters sollen die Geschwisterkinder der kleinen Patienten beschenkt werden, die während der schweren Erkrankung ihres Bruders oder ihrer Schwester häufig ein wenig in den Hintergrund geraten. „Mit den Spielsachen wollen wir den Geschwisterkindern eine Freude bereiten. Wir möchten ihnen zeigen, dass auch sie wichtig sind und wir sie nicht vergessen“, so Eisenhut.

Der „Bunte Kreis Familiennachsorge Regensburg“ betreut mit einem Klinikteam Kinder, die nach einem langen Krankhausaufenthalt nicht ganz gesund nach Hause kommen. Das Team informiert und berät die Eltern vor Ort und versucht die Belastungen, die durch die Erkrankung des Kindes entstehen, in der Familie zu vermindern, um mehr Lebensqualität für alle Familienmitglieder zu erreichen und die Entwicklungschancen der Kinder, auch der Geschwisterkinder, zu verbessern.

Professor Wolfgang Rösch, Kinderurologe und Ärztlicher Direktor der Klinik St. Hedwig, sieht in der sozialmedizinischen Nachsorge des „Bunten Kreises“ eine „unverzichtbare Ergänzung für unsere Behandlungskonzepte vor allem bei Kindern mit chronischen Erkrankungen“. Er erklärt, dass es vor allem um Hürden bei der sozialen Integration wie Kindergarten oder Schule gehe, aber auch um die Unterstützung, dass die Betroffenen finanzielle Mittel für Hilfsmittel bekommen, die für ein „möglichst normales“ Leben unbedingt erforderlich seien, aber häufig nicht oder nicht in ausreichendem Maße von Krankenkassen übernommen werden. „Das sind z.B. Einmalkatheter, Windelversorgung, aber auch bestimmte Medikamente die nicht gezahlt werden, weil es sich um die Anwendung bei seltenen Erkrankungen handelt“, so Rösch. „Die Hilfe ist gekennzeichnet durch hohe Professionalität und geringe Bürokratie und orientiert sich stets an den Bedürfnissen der Patienten“, lobt Rösch den „Bunten Kreis“, dem die finanzielle Unterstützung von KreBeKi zu Gute kommt.

Auch Gerhard Harrer, Pflegedirektor der Klinik St. Hedwig des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder, freute sich sehr über die Spende von KreBeKi. Für ihn hat die Arbeit des „Bunten Kreises“ eine große Bedeutung, denn „die sozialmedizinische Nachsorge hebt die Grenzen zwischen stationärer Behandlung bei uns in der Klinik und der ambulanten Fortführung durch die Hausbesuche der Mitarbeiter auf“.

Die Internationale Vereinigung der Eltern krebskranker Kinder (ICCCPO) hat den 15. Februar zum „Internationalen Kinderkrebs-Tag“ erstmals 2002 ausgerufen. In Deutschland wird zusammen mit Elternorganisationen in 90 weiteren Ländern auf fünf Kontinenten anlässlich dieses Tages auf die Verbreitung kindlicher Krebserkrankungen und auf ihre Arbeit für bessere Behandlungsmöglichkeiten hinweist. Weltweit erkranken jedes Jahr rund 200 000 Kinder an Krebs, von denen in den westlichen Ländern über 80 Prozent dauerhaft geheilt werden. Deutschlandweit sind jährlich etwa 1800 Kinder von Krebs betroffen. In Regensburg nimmt KreBeKi den weltweiten Kinder-Krebs-Tag zum Anlass, auf seine Arbeit für chronisch- und krebskranke, sowie behinderte Kinder und deren Familien hinzuweisen.

14. February 2017


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